Abwicklungsverfügung der BaFin gegenüber Dieter Böser

Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hat Herrn Dieter Böser, Forst (Baden) mit Bescheid vom 16. März 2017 aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft abzuwickeln.

Unter einem Einlagengeschäft im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG (Gesetzes über das Kreditwesen) versteht man die Annahme fremder Gelder als Einlagen (1. Alternative) oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder des Publikums (2. Alternative), sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird. Hierbei kommt es nicht auf eine Verzinsung der Gelder an.

Herr Böser erfüllte nach Ansicht der BaFin die 2. Alternative, indem er auf Grundlage mündlich geschlossener Darlehensverträge unbedingt rückzahlbare Gelder des Publikums annahm, ohne die für die Betreibung eines solchen Einlagengeschäfts erforderliche Erlaubnis der BaFin zu besitzen. Er ist nun infolge der Abwicklungsverfügung der BaFin verpflichtet, die angenommenen Gelder unverzüglich und vollständig per Überweisung auf Konten an die Geldgeber zurückzuzahlen.

Die Verfügung der BaFin ist zwar sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.

Anleger, die Gelder bei Herrn Böser angelegt haben, müssten diese nach der Abwicklungsverfügung der BaFin vollständig zurückerhalten. Erfolgt eine Rückzahlung nicht, sollten sich Geschädigten an einen Rechtsanwalt mit Spezialkenntnissen im Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

Die Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB vertritt zahlreiche Anleger, die Schadensersatzansprüche nach Maßnahmen der BaFin gegen betroffene Unternehmen, Vorstände und Geschäftsführer sowie Vermittler / Berater geltend machen. Weitere Informationen erhalten Sie unter info@advoadvice.de.

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