Albis Capital (jetzt RvH AG und Co. KG i.L.): Anleger sollen an Dr. May, Hofmann und Kollegen zahlen

Die Anleger der Albis Capital AG und Co. KG, die sich mittlerweile in der Liquidation befindet und umfirmiert hat in RvH AG und Co. KG erhalten wieder einmal Post. Diesmal mit Datum vom 30.06.2017 von der Rechtsanwaltskanzlei Dr. May, Hofmann und Kollegen.

Kanzlei macht eigene Forderungen geltend

Die Kanzlei meldet sich im eigenen Namen und vertritt sich diesmal selbst. Es werden gegen die Anleger der RvH AG und Co. KG i.L. Forderungen geltend gemacht, die angeblich seitens der Rechtsanwälte Dr. May, Hofmann und Kollegen gegen die RvH AG und Co. KG i.L. selbst bestehen.

Die Anleger werden daher aufgefordert, an die Kanzlei Dr. May, Hofmann und Kollegen bisher von der Albis Capital AG und Co. KG (nunmehr RvH AG und Co. KG i.L.) erhaltene Ausschüttungen aufgrund negativer Kapitalkontostände zu zahlen.

Die Forderung gegen die Anleger soll sich angeblich aus § 171 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 172 Abs. 4 Satz 1 HGB ergeben. Hierbei wird mitgeteilt, die Auszahlungen an die Anleger seien gewinnunabhängig erfolgt und daher zur Rückzahlung zu bringen.

Rechtliche Situation für Anleger unverständlich - Experten raten zur Vorsicht

Rechtsanwalt Dr. Sven Tintemann, Partner in der Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB mahnt zur Vorsicht und zur Prüfung der Ansprüche: “Es ist aus meiner Sicht weder klar, woher die angebliche Forderung der Kanzlei Dr. May, Hofmann und Kollegen überhaupt stammt. Dies müsste ggf. offengelegt werden. Zudem ist unklar, ob die einzelnen Zahlungen an die Anleger überhaupt gewinnunabhängig erfolgt sind, so wie dies behauptet wird. In den Abrechnungen der RvH AG und Co. KG i.L. für das Geschäftsjahr 2015 finden sich nämlich auch Gewinngutschriften. Zudem halten wir einen Durchgriff auf die Anleger, die nicht direkte Kommanditisten der RvH AG und Co. KG i.L. geworden sind, sondern sich meist über einen Treuhänder beteiligt haben, nicht für möglich.”

In einem Parallelfall, in welchem die Anleger der DSK Leasing GmbH und Co. KG ein Anschreiben der Komplementärin DSK Verwaltungs GmbH i.L. erhalten hatten, hatte sogar die Treuhänderin HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH sich überraschend bei den Anlegern gemeldet und gegen die Forderung der Komplementärin DSK Verwaltungs GmbH i.L. Stellung bezogen. (Wir berichteten kürzlich)

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Sven Tintemann sieht die Fälle hier ähnlich: “In beiden Fällen ist für die Anleger jeweils eine Kommanditistin geschaltet, die auch als Treuhänderin fungierte. Diese wäre aus unserer Sicht die richtige Anspruchsgegnerin für Ansprüche gegen die eigentliche Anlagegesellschaft. Wir raten daher auch in diesem Fall, nicht einfach zu zahlen, sondern sich fachlich qualifizierten Rechtsrat bei einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht einzuholen.”

Viel Erfahrung in Sachen Rothmann und Cie.

Anleger, die sich der Forderung der Kanzlei Dr. May, Hofmann und Kollegen ausgesetzt sehen und sich hierzu beraten lassen möchten, können sich bei der Kanzlei AdvoAdvice Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB gerne an Rechtsanwalt Dr. Sven Tintemann wenden. Der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Kapitalanlage bei der Albis Capital AG & Co. KG sowie mit anderen Kapitalanlagen der Rothmann und Cie Gruppe, wie z.B. der Albis Finance AG (nunmehr NL NordLease AG), der Leasetrend AG, der ALAG, der DSK Leasing GmbH und Co. KG, den Garbe Logimac Fonds (nunmehr Logisfonds I AG sowie Garbe Logimac Fonds Nr. 2 AG & Co. KG) sowie den Trust Fonds 1-3.

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