Baxter Sachwert – AdvoAdvice beantragt Akteneinsicht beim Insolvenzgericht

Die Rechtsanwälte der AdvoAdvice Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB vertreten betroffene Anleger in Sachen Baxter Sachwert GmbH & Co. KG. Dies ist bekannt. Die Anlegergemeinschaft nimmt Formen an. Erste Akten sind angelegt und Deckungsanfragen an vorhandene Rechtsschutzversicherungen gestellt.

Nun erfolgen die nächsten Schritte für die Anleger. Zunächst wurden die Forderungen der Anleger beim vorläufigen Insolvenzverwalter Voigt Salus angemeldet (wir berichteten). Nun wurde durch die Kanzlei AdvoAdvice beim Amtsgericht Charlottenburg die Gewährung von Akteneinsicht beantragt, bezogen auf das vorläufige Insolvenzverfahren der BAXTER Sachwert GmbH & Co. KG (Aktenzeichen des Insolvenzgerichts – 36b IN 6761/15).

Was bringt eine Akteneinsicht und warum wird diese bereits jetzt beantragt?

Akteneinsicht in die Insolvenzakte wird in aller Regel dann gewährt, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse zurückgewiesen wird. Dennoch haben sich die Rechtsanwälte der Kanzlei AdvoAdvice Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB dazu entschlossen, schon während des vorläufigen Insolvenzverfahrens Akteneinsicht zu beantragen. Warum?

Zum einen ist so bereits aktenkundig, dass Akteneinsicht begehrt wird, so dass zeitnah nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens dem Gesuch auf Akteneinsicht entsprochen wird. Zum anderen können durch die Vornahme der Akteneinsicht wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, wie die Ansprüche der geschädigten Darlehensgeber der BAXTER Sachwert GmbH & Co. KG weiter verfolgt werden können.

Wenn die Akteneinsicht durch das Insolvenzgericht gewährt wird, befindet sich bereits das Insolvenzgutachten, welches der vorläufige Insolvenzverwalter erstellt hat, in der Insolvenzakte. Ein Insolvenzgutachten liefert in aller Regel wichtige Erkenntnisse in Bezug auf das weitere juristische Vorgehen.

Was ist ein Insolvenzgutachten und was steht in diesem?

Ein Insolvenzgutachten fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen, welche der vorläufige Insolvenzverwalter bei seiner Prüfung, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet werden soll oder nicht, erlangt hat. Hier finden sich nicht nur Ausführungen, welche Vermögenswerte der Insolvenzverwalter für die Insolvenzmasse verwerten kann und welche Forderungen der Gläubiger bestehen, sondern auch darüber, ob dem verantwortlich handelnden Geschäftsführer Vorwürfe gemacht werden können, welche Schadensersatzforderungen der geschädigten Darlehensgeber begründen. Ein Insolvenzgutachten liefert damit wesentliche Erkenntnisse, wie weiter juristisch vorgegangen werden kann, um den Schaden für die Darlehensgeber möglichst gering zu halten.

Aus einem Insolvenzgutachten sollte sich in aller Regel auch ergeben, ob die Notwendigkeit bestand, die Strafverfolgungsbehörden einzuschalten. Dies ist stets dann der Fall, wenn der vorläufige Insolvenzverwalter im Rahmen seiner Prüfung und der Erstellung des Insolvenzgutachtens zu der Erkenntnis gelangt, dass bereits lange Zeit vor Stellung des Insolvenzantrages Überschuldung vorlag. Dann müssten sich die verantwortlich handelnden Geschäftsführer gegebenenfalls im Rahmen eines Strafverfahrens wegen Insolvenzverschleppung vor Gericht verantworten.

Fazit:

Je früher Akteneinsicht beantragt wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass dem Gesuch auf Akteneinsicht unmittelbar nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bzw. nach Abweisung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse entsprochen wird.

Sollte das Insolvenzverfahren nicht zur Eröffnung gelangen, kann bereits die Beantragung der Akteneinsicht in diesem frühen Stadium dazu beitragen, dass vor Übersendung der Insolvenzakte an die Strafverfolgungsbehörden Akteneinsicht gewährt wird und nicht erst dort Akteneinsicht beantragt werden muss, was erneut zu Verzögerungen führen würde.

Gerne stehen die Rechtsanwälte der Kanzlei AdvoAdvice Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB den geschädigten Darlehensgebern für die sie bewegenden Fragen zur Verfügung. Wir unterstützen Sie gerne bei der Prüfung und der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

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