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Baxter Sachwert - erste Forderungen gegenüber Insolvenzverwalter geltend gemacht

Wie sich zwischenzeitlich herumgesprochen haben dürfte, hat die BAXTER Sachwert GmbH & Co. KG, Eigenantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Ein Eigenantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird in aller Regel immer dann gestellt, wenn die Gesellschaft zahlungsunfähig zu sein scheint. Oftmals werden aber die Eigenanträge viel zu spät gestellt, nämlich dann erst, wenn die Gesellschaft tatsächlich schon zahlungsunfähig ist.

Was hat es mit einem vorläufigen Insolvenzverfahren auf sich?

Das Amtsgericht Charlottenburg hat im vorläufigen Insolvenzverfahren Rechtsanwalt Voigt Salus zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, welcher nunmehr prüft, ob und wieviel wertbares Vermögen vorhanden ist und ob das Insolvenzverfahren überhaupt eröffnet werden kann. Hierzu ist der vorläufige Insolvenzverwalter verpflichtet, ein Insolvenzgutachten zu erstellen. Dieses enthält am Ende eine Empfehlung, ob das Insolvenzverfahren eröffnet werden soll oder ob nicht ausreichend Vermögen zur Insolvenzmasse gezogen werden kann, was dann zur Einstellung des Insolvenzverfahrens mangels Masse führen würde.

Um möglichst frühzeitig die Ansprüche der Geschädigten im Insolvenzverfahren geltend zu machen, haben die Rechtsanwälte der Kanzlei AdvoAdvice Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB die ersten Forderungsschreiben an die vorläufigen Insolvenzverwalter versandt.

Die Ansprüche der Geschädigten werden dabei zum einen auf die Kündigung der Darlehensverträge gestützt, welche zur Fälligstellung der Darlehen führt; zum anderen soll erreicht werden, dass durch den vorläufigen Insolvenzverwalter weitergehende Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. die Einschaltung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz: BaFin).

Was kann ich als Geschädigter jetzt tun?

Sicherlich fragen Sie sich als Geschädigter, was bringt den die Kündigung der Darlehensverträge – die BAXTER Sachwert GmbH ist doch sowieso pleite?

Ja, die BAXTER Sachwert GmbH & Co. KG ist wahrscheinlich pleite. Die Insolvenz berührt aber nicht den Darlehensvertrag. Der Darlehensvertrag läuft weiter. Hierbei besteht sogar für die Geschädigten, die den Darlehensbetrag durch monatliche Einzahlungen nach der Sonderzahlung erhöhen, die Gefahr, dass der Insolvenzverwalter die Fortführung des Darlehensvertrages fordern kann. Dies bleibt jedoch abzuwarten.

Fazit:

Fakt ist, dass ein Darlehen, welches nicht gekündigt ist, weiterläuft, egal ob darauf die versprochenen Zinsen gezahlt werden oder nicht. Solange der Darlehensvertrag läuft und die Rückzahlung des Darlehensbetrages nicht fällig ist, besteht auch kein Grund diese Forderung bei der Bewertung der Verbindlichkeiten zu berücksichtigen.

Geschädigte Darlehensgeber sollten sich anwaltlich beraten lassen, um Ihre Ansprüche bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren zu sichern.

Hier stehen Ihnen die Rechtsanwälte der Kanzlei AdvoAdvice Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB gerne beratend und unterstützend zur Seite. Rufen Sie uns einfach an (oder übersenden Sie uns den zum Download zur Verfügung gestellten ausgefüllten Fragebogen und wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung).

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- 10. March 2016 :: Dr. Sven Tintemann

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