Consilium Green Energy GmbH - BaFin Meldung - Verstoß gegen Prospektpflicht?

Die  Consilium Green Energy GmbH bietet in Deutschland für interessierte Anleger und Investoren Vermögensanlagen in Form von Direktinvestments mit der Bezeichnung Photovoltaikanlagen öffentlich an.  Für den Fall, das diese Verträge als rechtlich als Vermögensanlagen zu werten sind, gibt es jedoch in Deutschland allerdings formale und gesetzliche Voraussetzungen.

BaFin Meldung

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nach eigener Meldung vom 20.07.2021 Anhaltspunkte dafür, dass die Consilium Green Energy GmbH für diese Investmentmöglichkeit gegen die Prospektpflicht verstoßen worden sein könnte..  

Entgegen § 6 VermAnlG wurde hierfür also nach bisheriger Einschätzung der BaFin kein den gesetzlichen Voraussetzungen genügender Verkaufsprospekt veröffentlicht.

In Deutschland dürfen Vermögensanlagen im Grundsatz nicht ohne die Veröffentlichung eines von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zuvor gebilligten Verkaufsprospekts öffentlich angeboten werden. Im Rahmen einer solchen Billigung prüft die BaFin, ob der Verkaufsprospekt die gesetzlich geforderten Mindestangaben enthält und ob der Prospektinhalt verständlich und kohärent (widerspruchsfrei) ist. Sie prüft die Prospektangaben jedoch nicht auf inhaltliche Richtigkeit. Ebenso erfolgt weder eine Überprüfung der Seriosität des Emittenten noch eine Kontrolle des Produkts. Hierauf müssen Emittenten von Vermögensanlagen in ihren Verkaufsprospekten ausdrücklich hinweisen. Die Emittenten haften für die Richtigkeit der im Verkaufsprospekt getätigten Angaben.

Folgen der BaFin Meldung für Anleger

Im Vertrauen auf rechtssicher angebotene Anlageprodukte dürften viele Anleger hier nun verunsichert sein und sich fragen, ob sich für Sie wegen der Folgen der BaFin Meldung nun Ansprüche ergeben. In Zeiten der Niedrigzinspolitik ist eine Anlage mit “grünen Investments” sehr beliebt und gilt als nachhaltige Vermögensbildung. Dies gilt insbesondere dann, wenn in unsicheren Zeiten die weitere Entwicklung des Kapitalmarktes nicht wie bisher prognostiziert werden kann. Hier scheint die BaFin also von einer rechtlichen Bewertung des Vertragsmodells der Consilium Green Energy GmbH Vertragsmodells als Vermögensanlage auszugehen.

Es sollte aber beachtet werden, dass nach der Meldung der BaFin vom 20.07.2021 nicht automatisch geklärt ist, ob es sich bei dem Investment Angebot der Consilium Green Energy GmbH und der Art und Weise des Angebotes ohne einen von der Bafin gebilligten Verkaufsprospekt hier um einen rechtskräftig festgestellten Pflichtenverstoß handelt. Gegen Entscheidungen und Meldungen der BaFin sind Rechtsmittel möglich.

Folge ist nun, dass hier die Anleger viele Fragen haben dürften, zumal die BaFin mit Ihrer Meldung jetzt eine Maschinerie in Gang gesetzt hat. Sollte sich nach etwaig durch Consilium Green Energy GmbH  eingelegten Rechtsmitteln bewahrheiten, dass Verstöße gegen die Prospektpflicht vorliegen, dann ergäben sich viele Folge-Fragen, beispielsweise ob und wie eine Beratung vor Abschluss des Anlagevertrages mögliche Risken behandelt hat und ob oder welche Personen für etwaig eingetretene Schäden haften könnten.

AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB aus Berlin verfügen aufgrund langjähriger Praxis über eine umfassende Expertise im Bank- und Kapitalmarktrecht und beraten Anleger im Rahmen von Beratungsfehlern und weiteren Pflichtverletzungen seitens Emittenten von Vermögensanlagen. 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und geben Ihnen gerne eine kostenfreie, verständliche und für Sie nachvollziehbare Ersteinschätzung, damit Sie wissen, wo Sie rechtlich stehen. Dann können wir gemeinsam entscheiden, ob und wie eine anwaltliche Begleitung erfolgversprechend und vor allem für Sie wirtschaftlich sinnvoll wäre.

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