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PIM Gold und Scheideanstalt GmbH: BaFin sieht Anhaltspunkte für fehlenden Verkaufsprospekt beim "Kinder-Gold-Konto (KGK)"

Laut der Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht (BaFin) liegen Anhaltspunkte vor, dass die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH unter der Bezeichnung „KINDER-GOLD-KONTO (KGK)“ eine Vermögensanlage anbietet.

Nach einer Meldung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom 26.11.18 sei für diese Vermögensanlage entgegen § 6 Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) kein Verkaufsprospekt von der Gesellschaft veröffentlich worden.

Die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH ist eine Edelmetalllieferantin in Europa. Sie kauft Gold ein und verkauft dieses mit Gewinn weiter an die Anleger. Dieses Gold können die Anleger bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH einlagern oder ausgeliefert bekommen. Unter den Anlageformen bietet die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH auch das sogenannte „Kinder-Gold-Konto (KGK)“ an.

Gemäß § 6 des Gesetzes über Vermögensanlagen (Vermögensanlagengesetz - VermAnlG) besteht eine so genannte Prospektpflicht für Anbieter, die im Inland Vermögensanlagen öffentlich anbieten, sofern nicht bereits nach anderen Vorschriften eine Prospektpflicht besteht oder ein gültiger Verkaufsprospekt nach den Vorschriften dieses Gesetzes bereits veröffentlich wurde.

Anscheinend sieht die BaFin hier Anhaltspunkte für einen Gesetzesverstoß der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH bei dem von ihr angebotenen Produkt „Kinder-Gold-Konto (KGK)“. Bei einem Verstoß gegen die Prospektpflicht des § 6 VermAnlG sieht dieses Gesetz auch Konsequenzen vor.

Hätte die BaFin mit Ihrer Vermutung Recht, so könnte dies weitreichende Konsequenzen für die PIM Gold GmbH haben.

Gemäß § 21 VermAnlG kann der Erwerber von Vermögensanlagen von dem Emittenten der Vermögensanlagen und dem Anbieter als Gesamtschuldnern die Übernahme der Vermögensanlagen gegen Erstattung des Erwerbspreises, soweit dieser den ersten Erwerbspreis nicht überschreitet, und der mit dem Erwerb verbundenen üblichen Kosten verlangen, sofern das Erwerbsgeschäft vor Veröffentlichung eines Verkaufsprospekts und innerhalb von zwei Jahren nach dem ersten öffentlichen Angebot der Vermögensanlagen im Inland abgeschlossen wurde.

Kurz gesagt könnten also Anleger einer ohne Verkaufsprospekt angebotenen Vermögensanlage nach diesem Gesetz im Falle eines tatsächlich vorliegenden Verstoßes gegen die Prospektpflicht unter bestimmten Umständen eine Rückabwicklung der von ihnen erworbenen Vermögensanlage  verlangen und den Erwerbspreis und die mit dem Erwerb verbundenen Kosten zurückfordern.

Die Fachanwälte der Berliner Kanzlei AdvoAdvice mbB aus Berlin verfügen aufgrund langjähriger Praxis über eine umfassende Expertise im Bank- und Kapitalmarktrecht und beraten Anleger im Rahmen von Beratungsfehlern und weiteren Pflichtverletzungen seitens Emittenten von Vermögensanlagen.

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- 26. November 2018 :: Kim Oliver Klevenhagen

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