Die rechtlichen Diskussionen rund um SCHUFA-Einträge, Bonitätsscoring und Schadensersatzansprüche bei falschen Daten haben in den Jahren 2025 und 2026 deutlich an öffentlicher Aufmerksamkeit gewonnen. Nach diversen Entscheidungen des Bundesgerichtshofs und der Oberlandesgerichte haben mehrere überregionale Medien über aktuelle Gerichtsentscheidungen, Reformen des SCHUFA-Scores sowie über die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern berichtet.
In diesem Zusammenhang wurde Rechtsanwalt Dr. Raphael Rohrmoser, Partner der Berliner Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte, wiederholt als Experte für SCHUFA-Recht, Datenschutz und Verbraucherrecht in der Presse zitiert oder interviewt.
Der folgende Überblick fasst die wichtigsten Medienberichte aus den Jahren 2025 und 2026 zusammen.
Frankfurter Rundschau: BGH-Urteil stärkt Verbraucherrechte
Ein besonders beachteter Beitrag erschien in der Frankfurter Rundschau unter der Überschrift:
„BGH-Urteil zur Schufa stärkt Millionen Verbraucher“
Der Artikel berichtet über eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs, die erhebliche Auswirkungen auf Verbraucher haben kann, deren Bonität durch fehlerhafte oder unzulässige SCHUFA-Einträge beeinträchtigt wurde.
In dem Beitrag wird Dr. Raphael Rohrmoser als Experte für SCHUFA-Recht zitiert. Er ordnet die Entscheidung wie folgt ein:
Das Urteil habe eine „erhebliche Breitenwirkung für Betroffene“.
Der Artikel macht deutlich, dass fehlerhafte Negativmeldungen erhebliche wirtschaftliche Folgen haben können – etwa bei Krediten, Mietverträgen oder Mobilfunkverträgen – und dass die Rechtsprechung zunehmend strengere Anforderungen an die Datenverarbeitung stellt.
DIE ZEIT: Diskussion über Speicherfristen bei der SCHUFA
Auch ZEIT Online griff das Thema SCHUFA auf und berichtete über die rechtliche Diskussion rund um die Speicherfristen für negative Bonitätseinträge.
Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, ob es gerechtfertigt ist, dass erledigte Forderungen häufig bis zu drei Jahre bei Auskunfteien gespeichert bleiben.
Diese Praxis steht seit längerem in der Kritik, weil sie für Betroffene erhebliche wirtschaftliche Nachteile verursachen kann – selbst wenn die zugrunde liegende Forderung bereits vollständig beglichen wurde.
Der Beitrag ordnet die aktuelle Rechtslage ein und diskutiert, welche Auswirkungen die Rechtsprechung deutscher Gerichte sowie europäische Datenschutzentscheidungen auf das SCHUFA-System haben könnten.
Zum Artikel:
https://www.zeit.de/geld/2025-11/schufa-speicherfrist-bundesgerichtshof-urteil-finanzen
DIE ZEIT: Neuer SCHUFA-Score sorgt für Diskussion
Ein weiterer Beitrag von ZEIT Online befasst sich mit der Einführung eines neuen SCHUFA-Score-Systems, das laut Auskunftei transparenter und einfacher nachvollziehbar sein soll.
Die Reform sieht unter anderem vor:
- eine Reduzierung der berücksichtigten Merkmale
- eine klarere Darstellung der Scorewerte
- ein stärker standardisiertes Bewertungssystem
Die Diskussion um den neuen Score zeigt jedoch auch, dass viele Fragen weiterhin offen sind. Insbesondere wird diskutiert, wie transparent algorithmische Bonitätsbewertungen tatsächlich sein können und welche Rechte Betroffene gegenüber Auskunfteien haben.
Zum Artikel:
https://www.zeit.de/geld/2026-02/schufa-score-bewertungssystem-kreditwuerdigkeit
BILD: Schadensersatz bei falschen SCHUFA-Einträgen
Auch das Boulevardmedium BILD griff die rechtliche Entwicklung auf und berichtete über ein Urteil des Bundesgerichtshofs zur Haftung bei fehlerhaften SCHUFA-Einträgen.
Der Artikel erläutert, dass falsche Bonitätsdaten unter Umständen Schadensersatzansprüche nach der DSGVO auslösen können.
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Ansprüche nach Art. 82 DSGVO, wenn personenbezogene Daten unrechtmäßig verarbeitet oder weitergegeben wurden.
Der Bericht zeigt, dass die Rechtsprechung zunehmend anerkennt, dass falsche SCHUFA-Einträge erhebliche wirtschaftliche und persönliche Auswirkungen haben können.
TV-Bericht bei Galileo: Analyse des neuen SCHUFA-Scores
Neben klassischen Presseartikeln wurde das Thema auch im Fernsehen aufgegriffen. In einer Folge des Wissenschafts- und Verbraucherformats Galileo im Segment „Deconstructed“ wurde der neue SCHUFA-Score ausführlich analysiert.
In dem Beitrag wurde Dr. Raphael Rohrmoser zu seinen Erfahrungen aus der anwaltlichen Praxis interviewt.
Diskutiert wurden unter anderem:
- die Bedeutung des SCHUFA-Scores für Verbraucher
- das neue Scoring-System der SCHUFA
- mögliche rechtliche Probleme bei der Datenverarbeitung
- die Auswirkungen fehlerhafter Einträge
Der Beitrag verdeutlicht, wie stark Bonitätsbewertungen heute den Alltag vieler Menschen beeinflussen.
Link folgt
SCHUFA-Recht gewinnt zunehmend an Bedeutung
Die Berichterstattung in Medien wie Frankfurter Rundschau, ZEIT, BILD und Galileo zeigt deutlich, dass das Thema SCHUFA und Bonitätsbewertung zunehmend im Fokus der öffentlichen Diskussion steht.
Mehrere Entwicklungen tragen dazu bei:
- neue Entscheidungen des Bundesgerichtshofs
- zunehmende Bedeutung von Datenschutzrecht und DSGVO
- Reformen des SCHUFA-Score-Systems
- steigende Zahl von Verfahren zu fehlerhaften Bonitätsdaten
Für Verbraucher kann ein einzelner negativer Eintrag erhebliche Konsequenzen haben – etwa bei der Wohnungssuche, bei Krediten oder beim Abschluss von Verträgen.
Unterstützung bei SCHUFA-Problemen
Die Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Fragen rund um negative Schufa-Einträge. Hier wurde sich insbesondere auf die Entfernung von negativen Einträgen spezialisiert, da diese besonders gravierende Auswirkungen für Betroffene habem
Wenn Sie Unterstützung wegen eines negativen SCHUFA-Eintrags benätigen, können Sie sich jederzeit an unser Team wenden. Nutzen Sie dazu gerne das Kontaktformular oder die hier hinterlegten Kontaktdaten.