Brutus AG: Öffentliche Zustellung durch LG Berlin

Die Brutus AG aus Berlin ist postalisch nicht erreichbar. Schreiben aus der Kanzlei AdvoAdvice schickte die Post als unzustellbar zurück.

Öffentliche Zustellung durch Landgericht Berlin

Offensichtlich kein Einzelfall, denn wie mittlerweile bekannt geworden ist, gibt es bei dem örtlich für die Brutus AG zuständigen Landgericht Berlin auch erste Klageverfahren gegen die Gesellschaft. Hier ist im Landgericht Berlin durch Aushang die öffentliche Zustellung von Schriftsätzen an die Brutus AG vorgenommen worden. Das bedeutet, dass die Gesellschaft in Berlin, wohin sie ihren Geschäftssitz verlegt hatte, offensichtlich keine zustellungsfähige Adresse mehr hat.

Deutsche Öl und Gas AG wurde zu Brutus AG

Die Anlagegesellschaft Deutsche Öl und Gas AG aus Stuttgart, an der sich Anleger im Rahmen von Schuldverschreibungen, die auch als sogenannte Anleihen bezeichnet worden sind, beteiligt haben, hatte vor einiger Zeit ihren Geschäftssitz nach Berlin verlegt, die Geschäftsführerposition durch Ablösung des bisherigen Vorstandes Kay Rieck, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, neu besetzt mit einer bisher unbekannten Frau Yuliia Katrych, 27 Jahre, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate und zudem den Namen der Gesellschaft in Brutus AG geändert (also umfirmiert).

Brutus war laut Wikipedia übrigens ein römischer Politiker in der Zeit der späten Republik und einer der Mörder Gaius Iulius Caesars. Hier scheint bei der Namensänderung das Programm der weiteren Unternehmensentwicklung schon mit berücksichtigt worden zu sein. 

Anleihen zur Rückzahlung fällig

Die Anleihen der Deutsche Öl und Gas AG (nunmehr Brutus AG) sind zum Teil zur Zahlung fällig. Anleger, die sich nunmehr an die Gesellschaft wenden und Auszahlung fordern, erhalten keine Rückmeldung. Die Post kommt als unzustellbar zurück. Rückzahlungen der eingezahlten Gelder oder der versprochenen Zinsen erfolgen nicht. 

Keine guten Vorzeichen für betroffene Anleger

Rechtsanwalt Dr. Sven Tintemann aus der Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB kommentiert die Situation wie folgt: „Die Tatsache, dass eine Gesellschaft keine zustellungsfähige Anschrift mehr vorhält, führt meist dazu, dass dann gerichtliche Verfügungen und Klagen öffentlich zugestellt werden. Auf die öffentliche Zustellung meldet sich regelmäßig niemand. Es ergeht dann ein Versäumnisurteil. Dieses kann bei der Gesellschaft, die keinen Geschäftssitz hat, meist nicht vollstreckt werden. Der Anleger kann sich dann überlegen, ob er Insolvenzantrag stellt. Auch dies wird höchstwahrscheinlich nicht zu einem messbaren Zahlungserfolg führen. Anleger, die Gelder bei der Deutsche Öl und Gas AG in Stuttgart angelegt haben, müssen sich daher große Sorgen um ihr angelegtes Geld machen. Da die Gesellschaft scheinbar nicht mehr solvent ist und eine Zustellung nicht mehr möglich zu sein scheint, macht es Sinn, sich darüber zu informieren, ob noch andere Anspruchsgegner vorhanden sind, die für den Kapitalverlust haftbar gemacht werden können. Zu denken ist hier an die ehemaligen Vorstände der Aktiengesellschaft aber auch an Berater, falls die Anleger die Anlage als sicheres Investment und zur Altersvorsorge geeignet empfohlen bekommen haben“.

Die Kanzlei AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB aus Berlin vertritt bereits einige Anleger der Brutus AG (ehemals Deutsche Öl und Gas AG aus Stuttgart) und hat bereits Klagen bei dem Landgericht Berlin auf Rückzahlung des eingezahlten Anlagebetrages zuzüglich Zinsen eingereicht. Wir werden hier weiter berichten.

Wenden Sie sich bei Interesse an einer Ersteinschätzung gerne an die E-Mail-Adresse info@advoadvice.de oder rufen Sie an unter der Telefonnummer 030 921 000 40.

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