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Erledigter Schufa-Eintrag: Was „erledigt" wirklich bedeutet

Dr. Sven TintemannKim Oliver KlevenhagenDr. Raphael Rohrmoser

Ihre Ansprechpartner: Dr. Sven Tintemann, Kim Oliver Klevenhagen und Dr. Raphael Rohrmoser.

Drei Personen im Gespräch in den Büroräumen

Das Wichtigste in Kürze

Ein als „erledigt" markierter Schufa-Eintrag bedeutet, dass die zugrunde liegende Forderung ausgeglichen wurde – der Eintrag selbst kann jedoch weiter gespeichert bleiben und Ihre Bonität belasten. Nach den Löschfristen der Schufa gilt für eine erledigte Zahlungsstörung grundsätzlich eine taggenaue Speicherung von drei Jahren nach Ausgleich. Eine vorzeitige Löschung könnte im Einzelfall in Betracht kommen – etwa über die 100-Tage-Regelung oder bei rechtlichen Fehlern rund um die Meldung.

Was heißt „erledigt" bei einem Schufa-Eintrag?

Wird eine offene Forderung beglichen, ergänzt die Schufa den Eintrag um das Merkmal „erledigt" und hinterlegt das Erledigungsdatum. Wichtig zu verstehen: „Erledigt" ist nicht gleichbedeutend mit „gelöscht". Der Negativeintrag bleibt zunächst sichtbar – lediglich der Status der Forderung ändert sich von offen auf ausgeglichen.

Für Banken, Vermieter oder Mobilfunkanbieter, die eine Bonitätsauskunft einholen, ist ein erledigter Eintrag günstiger zu bewerten als eine noch offene Zahlungsstörung. Beim Score wirkt sich das unmittelbar aus: Nach dem neuen Schufa-Score wird kein Score berechnet, solange eine offene Zahlungsstörung vorliegt. Sowohl die Erledigung als auch das Verstreichen von einem bzw. zwei Jahren nach der Erledigung führen zu einer schrittweisen Verbesserung des Scores (Quelle: schufa.de, Kriterien bei Zahlungsstörungen im neuen Score). Der Eintrag kann also auch nach dem Ausgleich im Alltag weiterhin zu Ablehnungen führen. Genau hier setzt die Frage an, ob er zwingend bis zum Ablauf der Regelfrist stehen bleiben muss.

Welche Frist gilt für einen erledigten Eintrag?

Nach den branchenweiten Löschregeln sollte eine erledigte Zahlungsstörung taggenau drei Jahre nach dem Ausgleich gelöscht werden. Maßgeblich ist also nicht das Datum der ursprünglichen Meldung, sondern der Zeitpunkt, zu dem die Forderung beglichen und der Eintrag auf „erledigt" gesetzt wurde.

Diese Drei-Jahres-Frist ist allerdings nur der Regelfall. Für andere Eintragsarten gelten abweichende Fristen – etwa zwölf Monate bei Kreditanfragen oder sechs Monate nach Erteilung der Restschuldbefreiung. Eine vollständige Übersicht der aktuellen Speicherfristen finden Sie auf unserer Seite zu den Schufa-Löschfristen. Diese Unterseite konzentriert sich bewusst auf die Besonderheiten des erledigten Eintrags.

Drei Personen im Gespräch, eine hält ein Tablet
  • 100-Tage-Regelung (seit 01.01.2025): Bei Ausgleich der offenen Forderung binnen 100 Tagen und ohne weitere Negativmerkmale kann sich die Speicherdauer auf 18 statt 36 Monate verkürzen. Maßgeblich ist dabei der Zeitraum vom Meldedatum (Eintragung bei der Schufa) bis zur gemeldeten Erledigung. Die Einzelheiten dieser Regel erläutert unsere Seite zu den Schufa-Löschfristen.
  • Rechtliche Fehler bei der Meldung: War die vorausgegangene Mahnung oder Ankündigung des Negativeintrags fehlerhaft, wurde eine bestrittene Forderung gemeldet oder lagen die Voraussetzungen für die Einmeldung nicht vor, wäre die Meldung selbst möglicherweise angreifbar – ein Löschanspruch nach Art. 17 DSGVO ließe sich dann unabhängig von den Regelfristen prüfen.

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Ferner urteilte der BGH im Mai 2026, dass eine Datenverarbeitung zum Beispiel dann nicht erforderlich ist, wenn die Forderung nicht plausibel dargelegt werden kann und bestritten wurde. Diese Voraussetzungen sind zwingend im Einzelfall zu prüfen.

Das bedeutet: Eine vorzeitige Löschung ist nicht ausgeschlossen – es kommt auf die konkreten Umstände an. Wie ist der Eintrag zustande gekommen, wurden die rechtlichen Voraussetzungen eingehalten, wurde die Forderung bestritten, und greift möglicherweise die 100-Tage-Regelung? Wie eine solche Prüfung in der Praxis zum Erfolg führen kann, zeigt unser Fallbericht zur erfolgreichen Löschung eines Schufa-Eintrags der TF Bank.

Ob in Ihrem Fall Ansatzpunkte für eine vorzeitige Löschung bestehen, lässt sich seriös nur nach Sichtung der konkreten Daten beurteilen. Die anwaltliche Beauftragung für eine solche Löschung können Sie über unsere Leistungsseite Schufa-Eintrag löschen lassen anstoßen.

Was Mandantinnen und Mandanten sagen

Herr Rohrmoser ist ein kompetenter Anwalt der mich in der Schufa Sache sehr gut vertreten hat
Michael Kern
Beste Anwaltskanzlei bei Schufa Problemen in Deutschland. Ich selbst bin auch Rechtsanwalt und empfehle meinen Mandaten Rechtsanwalt Tintemann und Kollegen regelmäßig weiter. Die Schufa hat schon erfolglos versucht gegen die Werbung von Advoadvice vorzugehen. Auch mir hat der Kollege schon erfolgreich geholfen mit einer einstweiligen Anordnung gegen die Schufa. Danke!
Imanuel Schulz
Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung von AdvoAdvice bzw. genauer gesagt mit Herrn Dr. Rohrmoser. Die Kommunikation hat über die Online-Akte stets zeitnah funktioniert und war sehr einfach. In meinem Fall gegen Meta konnte ich mir überhaupt erst durch Herrn Rohrmoser Gehör verschaffen. Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Leistung und kann die Anwaltskanzlei jedem weiterempfehlen.
Oliver Lehmann

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Häufige Fragen zum erledigten Schufa-Eintrag

Wird ein erledigter Eintrag automatisch gelöscht?

Nein. „Erledigt" bezeichnet lediglich, dass die Forderung ausgeglichen ist. Der Eintrag bleibt grundsätzlich bis zum Ablauf der Löschfrist – regelmäßig drei Jahre nach Ausgleich – gespeichert. Eine frühere Entfernung könnte nur unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht kommen.

Belastet ein erledigter Eintrag noch meinen Score?

Solange eine Zahlungsstörung offen ist, berechnet die Schufa nach dem neuen Score gar keinen Score. Mit der Erledigung verbessert sich Ihre Situation schrittweise: Sowohl die Erledigung selbst als auch das Verstreichen von einem bzw. zwei Jahren danach führen zu einer stufenweisen Verbesserung des Scores. Vollständig entfällt die Belastung erst mit der Löschung des Eintrags.

Was bringt die 100-Tage-Regelung?

Wurde die Forderung binnen 100 Tagen ab dem Meldedatum beglichen und liegen keine weiteren Negativmerkmale vor, könnte sich die Speicherdauer auf 18 statt 36 Monate verkürzen. Ob die Voraussetzungen vorliegen, sollte im Einzelfall geprüft werden.

Kann ich die Löschung trotz des BGH-Urteils verlangen?

Möglicherweise. Der BGH hat einen automatischen Sofort-Löschanspruch verneint, eine Löschung im Einzelfall aber nicht ausgeschlossen – etwa bei rechtlichen Fehlern der Meldung. Nach dem BGH-Urteil vom Mai 2026 ist eine Datenverarbeitung zudem zum Beispiel dann nicht erforderlich, wenn die Forderung nicht plausibel dargelegt werden kann und bestritten wurde. Es kommt auf die konkrete Konstellation an.

Woher weiß ich, welche Einträge über mich gespeichert sind?

Über eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO können Sie bei der Schufa Auskunft über die zu Ihnen gespeicherten Daten verlangen. Diese Auskunft ist die Grundlage jeder Prüfung.

Kostenlose Ersteinschätzung zu Ihrem erledigten Eintrag

Sie haben einen als „erledigt" markierten Eintrag, der Sie weiterhin belastet? Unsere Fachanwälte Dr. Raphael Rohrmoser (Fachanwalt für IT-Recht) und Dr. Sven Tintemann (Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht) prüfen bundesweit, ob in Ihrem Fall Ansatzpunkte für eine vorzeitige Löschung bestehen könnten – die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich.

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